Der KUBUS 1024

Ein kulturelles Zentrum für die Menschen im Lungau

Auf 1024 Meter Seehöhe. Auf der Höhe der Zeit. Ein offenes Kulturhaus, ein kulturelles Zentrum für den Lungau. „KUBUS 1024“ : Eine Begegnungsstätte für und mit zeitgenössischer Kunst, ein Haus für Kulturarbeit mit qualitativ hochwertigem Produktionscharakter.

Ein Zentrum für Kunst & Kultur im Lungau, ausgestattet mit modernster Technik und mehreren Sälen, ein Schnittpunkt  zwischen lokaler Tradition und zeitgenössischer Kunst.


Haus für Kinder


Kinderkino, Piccolokonzerte, Vorspielabende, Kindertheater, Vorlesestunden, Workshops, Kinderfasching, Spielfeste, Festival SIMSALABIM


Treffpunkt für die Jugend


Clubbings, DJ Cultur, aktuelle Kinos, Musicals, 5 Uhr Tee, Rock & Popkonzerte, Workshops, Bälle & wetterunabhängige Feste, Probemöglichkeiten


Räumlichkeiten für Kulturvereine & Schulen


Vereinseigene Veranstaltungen, Diavorträge, Ausstellungen, Benefizveranstaltungen, Schulfeste


Zentrum für Kunst und Kultur


Theater, Konzerte, Tanz, Kabarett, Kino, Ausstellungen, Lesungen, Seminare & Vorträge, Theaterproben, Mediathek, Kostümverleih, u.v.m.



KUBUS1024 - für die Lungauer mehr Lebensqualität, für Wirtschaft und Tourismus ein zusätzlicher Standortfaktor.


29. November 2011 - Drehpunkt Kultur - Offenheit schafft Klarheit
Univ.-Prof. Barbara Wolf-Wicha

Das selbsternannte Kulturland Salzburg wird sich einiges einfallen lassen, um zu beschönigen, was eine Mehrheit von 16 gegen 8 Stimmen in der Gemeindevertretung Tamswegs bewogen hat, dem einzigen Kulturzentrum im Lungau das AUS zu bereiten.

Der "Kubus 1024" wird also zugunsten der Feuerwehr, der Volksschul- und Parkgaragensanierung begraben. Dabei gab es vor zwei Jahren positive Signale und noch am 11. August einen Fördervertrag zwischen Land Salzburg und Marktgemeinde Tamsweg in Sachen „Kubus 2014“. Auch die Basis hat sich mit 1100 Unterschriften zu Wort gemeldet.

Natürlich wären die Kosten für so eine Institution keine Kleinigkeit für eine Gemeinde: 5,379 Millionen hätte die Veranstaltungs- und Sporthalle und 2,931 Millionen das Kulturzentrum  (mit seinem Zuschauerraum für 200 Gäste, einigen Büros und variabler Bühne für Kino, Konzert, Theater, DJ-Kultur und vieles mehr) gekostet. Allerdings lag bereits die Zusage des Landes über 5,134 Millionen Euro vor, auch vom Bund waren Zuschüsse aus insgesamt fünf verschiedenen Fördertöpfen angesagt. Als Investition in die Zukunft einer Region.

Kann man einfach zur Tagesordnung übergehen und Verständnis haben für die Alltagsaufgaben, Sachzwänge und Prioritäten einer Gemeinde?

Ich sage NEIN, wenn man sich bewusst macht, welchen Stellenwert Kunst und Kultur, Literatur und Theater und eigenes kreative Schaffen im Leben von (besonders jungen) Menschen haben. Dadurch werden Kriterien vermittelt in der Beurteilung von Wertigkeiten, werden Maßstäbe gewonnen. Die daraus resultierende Offenheit führt zu Respekt vor dem Neuen und Unbekannten und den Leistungen anderer Kulturen und Religionen. Angesichts dieser langfristigen Wirkungen wird klar, was unser Schulsystem bei der ständigen Reduktion von musisch-kreativen Fächern verspielt. Wenn an Kreativität und Kultur gespart wird, dann gehen alle akademischen Diskurse über Integration in einer multiethnischen Gesellschaft oder über die Wirtschaftsrelevanz von Unterrichtsfächern ins Leere. Sparen an Kultur vernichtet wesentliche Grundlagen unserer Demokratie im Zusammenleben von Menschen.
Ganz davon zu schweigen, dass Kultur längst ein wichtiger Standortfaktor für die Wirtschaftsentwicklung ist.

Nun ist höchst unsicher, ob das Land nach diesem Beschluss zu einem späteren Zeitpunkt nochmals zugunsten dieses Salzburger Bezirks so tief in die Tasche greifen wird. Ein Zentrum für Kreativität in Form "Kubus 1024" als kultureller Nahversorger für die dort lebenden Menschen und zugleich ein Impuls zur Ansiedlung neuer Betriebe hätte dem Lungau, seinen Menschen und seiner Jugend gut getan. Aber das ist durch eine so kurzsichtige Entscheidung und falsche Prioritätensetzung zunichte gemacht worden.

Univ.-Prof. Barbara Wolf-Wicha war in der letzten Arbeitsoperiode Vorsitzende des Salzburger Landeskulturbeirats und hat sich mit diesem Gremium sehr für den Bau des "Kubus 1024" eingesetzt.

25. November 2011 - ORF - Lungauer Sport- & Kulturzentrum abgeschmettert

Übergabe von mehr als 1100 Unterstützungserklärungen

Obmann Robert Wimmer, Obmann Stv. Elisabeth Strauß, Bürgermeister Ing. Alois Lankmayer

Obmann Robert Wimmer, Obmann Stv. Elisabeth Strauß, Bürgermeister Ing. Alois Lankmayer

24. November 2011 - Eine letzte Stellungnahme
19. November 2011 - Konzept KUBUS - um das wär´s gegangen
17. November 2011 - FPÖ Wiederholt sich die Geschichte
16. November 2011 - Nutzungserweiterung
13. November 2011 - Magazin Nr. 2
27. Oktober 2011 - Drehpunkt - Die Salzburger Kulturzeitung im Internet

Doch zu früh das „Aus“ erklärt?

Der Bürgermeister der Gemeinde Tamsweg hat zwar schon vor einer Woche erklärt, dass der „Kubus 1024“, das so wichtige Kunsthaus für den gesamten Bezirk Lungau, für die Gemeinde unerschwinglich sei, und das Projekt abgeblasen. Der Gemeinderat sieht die Sache jetzt doch anders.

Bei der Sitzung des Gemeinderates dieser Tage wurde die Entscheidung von Bürgermeister Alois Lankmayer (ÖVP) und der Gemeindevorstehung auf Antrag der Fraktionen von SPÖ, FPÖ und Grüne revidiert und dem Projekt damit noch eine neue Chance gegeben.


Ginge es mit rechten Dingen zu, dann wäre im zeitgenössischen Kulturhaus für die Region Lungau mit ihren 22.000 Einwohnern schon Betrieb. Im September 2011, also vor einem Monat, hätte der „Kubus 1024“ eröffnet werden  eröffnet werden sollen. Tatsächlich wird immer noch diskutiert, ob man ihn überhaupt haben will und ob man ihn sich leisten kann.
Die Pläne sind jetzt jedenfalls fertig, einem Baubeginn nach mehrmaliger Verzögerung stünde nichts mehr im Wege, hätte nicht Bürgermeister Alois Lankmayer ob der laufenden Betriebskosten kalte Füße bekommen und das Haus für Zeitkultur in der Vorwoche bei der Sitzung der Gemeindevorstehung mit den Stimmen von ÖVP und FPÖ zu Fall gebracht.

Diese „Fehlentscheidung“ wurde durch einen Antrag von SPÖ, FPÖ und Grünen Tamsweg im Gemeinderat nun „letztendlich einstimmig aufgehoben“, meldet der Dachverband Salzburger Kulturstätten. Die Gemeinde wolle das „Aus“ noch einmal überdenken und habe sich dafür eine zeitliche Frist bis 14. November 2011 gesetzt.

Bis dahin soll ein Expertengremium aus Vertretern der Gemeinde und der Benutzergruppen (Kulturaktivisten und Sportvereine) noch einmal eine neue Kalkulation für die Betriebs- und Investitionskosten vorlegen.

Der Kubus soll ja in unmittelbarer Nachbarschaft zur ebenfalls neuen Mehrzweckturnhalle entstehen. Das Land Salzburg würde sich tatkräftigst engagieren, nämlich mit siebzig Prozent der Gesamtbaukosten.

„Wir haben in dieses Zukunftsmodell bereits drei Jahre Planung und entsprechende Energie gelegt“, so Robert Wimmer. „An der nötigen Kreativität für die nun noch geforderten Einsparungen wird es von Seiten des Kulturvereines sicher nicht scheitern“, zitiert der Dachverband Salzburger Kulturstätten den Obmann der Lungauer Kulturvereinigung. Sie wäre ja der Betreiber des „Kubus 1024“ mit Veranstaltungssaal, Proberäumen, Lagerkapazitäten, Büro und insgesamt vier Kultur-Arbeitsplätzen.

Trotz der Verzögerungen dürfe man sich im Lungau die Chance auf ein modernes Kunsthaus in der Region nicht entgehen lassen, so der Dachverband.
(Dachverband Sbg. Kulturstätten)


27. Oktober 2011 - Salzburger Nachrichten

Tamsweg: Neue Chance für „Kubus“

Das Kulturhaus-Projekt „Kubus 1024“ im Lungau ist noch nicht tot. Denn am Dienstag nahm die Gemeindevertretung einstimmig einen FPÖ-Antrag an. Dieser sieht vor, dass eine Arbeitsgruppe mit je zwei Vertretern von ÖVP, SPÖ, FPÖ und Grünen eingesetzt wird. „Wir rechnen das Budget 2012 durch, mit und ohne ,Kubus‘, und suchen ohne Tabus nach Einsparungen“, sagt der Vorsitzende der Arbeitsgruppe, SPÖ-Vizebgm. Klaus Repetschnigg. Am 15. Dezember wird dann das Budget beschlossen.

25. Oktober 2011 - ORF Salzburg

Abstimmung über Tamsweger Kulturzentrum Kubus

Dienstagabend werden die 25 Tamsweger Gemeindevertreter entscheiden, ob das Sport- und Kulturzentrum Kubus noch eine Überlebenschance hat oder nicht. Bürgermeister Alois Lankmayr (ÖVP) hatte den Bau des Kulturzentrums ja kürzlich abgesagt.

Am 29. Juli 2009 hatten Bürgermeister Lankmayr und Landeshauptmann-Stellvertreter Wilfried Haslauer (ÖVP) gemeinsam grünes Licht für das Kultur- und Sportzentrum in Tamsweg (Lungau) gegeben. Für die Baukosten wurden 8,3 Millionen Euro veranschlagt, zu 70 Prozent sollte das Projekt gefördert werden.
Lankmayr: Folgekosten schränken Budget ein

Vergangene Woche hatte Bürgermeister Lankmayr das Projekt abgesagt, weil Folgekosten von jährlich 300.000 Euro das Tamsweger Budget zu sehr einschränken würden. Eine endgültige Absage kann aber nur die Gemeindevertretung erteilen und dort hat die ÖVP keine absolute Mehrheit.

Die ÖVP stellt 12 der 25 Mandatare. SPÖ und Grüne stellen insgesamt 9 Mandatare und die Freiheitlichen stellen 4. SPÖ und Grüne wollen eine Vertagung der Entscheidung über das Sport- und Kulturzentrum. Das wäre auch im Sinne der Lungauer Kulturvereinigung, sagt deren Obmann Robert Wimmer.
SPÖ, Grüne und Kulturvereinigung wollen Vertagung

„Die Tamsweger Gemeindevertretung muss heute nicht abstimmen. Das kann man in einem oder in zwei Monaten, wenn das Budget fertig sein muss, auch noch machen. Wir hoffen, dass die Vernunft siegt und dass nicht heute abgestimmt wird, sondern einmal an ruhigem Tisch das Für und Wider dieses Projektes durchgegangen wird und dann mit allen Beteiligten diese Entscheidung getroffen wird“, schildert Wimmer.

Das Zünglein an der Waage werden Dienstagabend vermutlich die Freiheitlichen in der Tamsweger Gemeindevertretung sein. Ihre Stimmen werden den Ausschlag geben, ob das Kulturzentrum endgültig abgeschrieben wird oder eine Entscheidung verschoben wird.

24. Oktober 2011 - Salzburger Fenster

Doch noch Hoffnung für Lungauer Kulturzentrum?

Lungauer Kulturvereinigung will den Kampf noch nicht aufgeben

Wegen Geldmangels steht das Tamsweger Kulturhaus laut Bürgermeister Alois Lankmayer vor dem Aus. Robert Wimmer von der Lungauer Kulturvereinigung sieht aber noch eine Chance, das Projekt zu retten. Er fordert die Gemeinde zu weiteren Gesprächen auf.

Modell des Kubus 1024 in Tamsweg: Ist das Projekt endgültig gestorben, oder besteht doch noch Hoffnung auf eine zumindest „abgespeckte“ Version? Fotos: Lungauer KulturvereinigungModell des Kubus 1024 in Tamsweg: Ist das Projekt endgültig gestorben, oder besteht doch noch Hoffnung auf eine zumindest „abgespeckte“ Version? Fotos: Lungauer Kulturvereinigung

Ein offenes Kulturhaus hätte es werden sollen, eine Begegnungsstätte für und mit zeitgenössischer Kunst auf 1024 Meter Seehöhe: der „Kubus 1024“ in Tamsweg. Seit drei Jahren wurde an dem ersten Kulturhaus im Lungau geplant. Vor wenigen Tagen dann die schockierende Nachricht für alle, die dieses Projekt seit Beginn vorangetrieben haben: Völlig überraschend gab der Tamsweger Bürgermeister Alois Lankmayer (ÖVP) bekannt, dass die derzeitige Finanzlage der Gemeinde eine Realisierung von Mehrzweckhalle und Kulturzentrum nicht möglich mache. Die Rahmenbedingungen hätten sich seit Beginn der Planungen zur Errichtung eines neuen Kultur- und Mehrzweckhauses verschlechtert. Die Einnahmen seien infolge der Wirtschafts- und Finanzkrise stagniert, im Gegenzug aber die Ausgaben im Pflichtbereich weiter gestiegen, so Lankmayer.

Für Robert Wimmer von der Lungauer Kulturvereinigung wäre die Absage des geplanten Kultur- und Mehrzweckhauses ein schwerer Rückschlag.Für Robert Wimmer von der Lungauer Kulturvereinigung wäre die Absage des geplanten Kultur- und Mehrzweckhauses ein schwerer Rückschlag.„Abgespeckte“ Variante möglich

„Wenn es jetzt nicht gemacht wird, passiert die nächsten 30 Jahre nichts“, sagt Robert Wimmer, Geschäftsführer der Lungauer Kulturvereinigung, bestürzt. Es gehe um die gesamte Region und ein Zeichen für die Zukunft des Lungaues. Vor allem um die Zukunft der Kinder und Jugendlichen im Bezirk. Für Robert Wimmer wäre die Absage des Kultur- und Mehrzweckhauses durch die Gemeinde Tamsweg ein schwerer Rückschlag. „Erst Anfang August sind die entsprechenden Verträge für Bau und Nutzung zwischen dem Land und der Gemeinde unterzeichnet worden. Das Land hätte sich mit mehr als fünf Millionen Euro an dem Projekt beteiligt und damit dem Lungau sogar bessere Konditionen eingeräumt als anderen Regionen.“
Der Kostenvoranschlag für den Bau von Kulturhaus und Sporthalle lag bei 8,3 Millionen Euro. Aufgeben will der Kulturaktivist allerdings noch nicht. Er setzt auf weitere Gespräche mit den Gemeindevertretern. Er könnte sich auch eine „abgespeckte“ Variante des „Kubus“ vorstellen – losgelöst von der geplanten Sporthalle. „Es sind Posten in dem Haus, über die man durchaus noch diskutieren könnte“, sagt Robert Wimmer. Etwa bei den Betriebskosten von derzeit veranschlagten 160.000 Euro könne man sicher noch einsparen. Auch eine Reduzierung von drei auf nur zwei Veranstaltungssäle könne er sich vorstellen. Die Lungauer Kulturvereinigung hat die Gemeindevertreter aller Parteien sowie die Vertreter von Schulen, Sportvereinen und Ortsmarketing für diese Woche zu einem kreativen Dialog eingeladen. „Wenn der Kubus 1024 nicht gebaut wird, würden nicht nur wir in ein tiefes Loch fallen, sondern auch die Lungauer Bevölkerung“, so Robert Wimmer.

24. Oktober 2011 - Drehpunkt - Die Salzburger Kulturzeitung im Internet

Bitte warten mit dem Aus!

Drehpunkt Kultur„Die Meldung, ‚das Kunsthaus KUBUS1024 in Tamsweg wird nicht gebaut‘, sei voreilig gewesen, da bisher nur in der Gemeindevorstehung besprochen und noch nicht rechtsgültig beschlossen: Das meldet die Lungauer Kulturvereinigung.

Der Strohhalm, an den man sich jetzt noch klammert: Morgen, Dienstag (15.10.) wäre jene „von Bürgermeister Lankmayer eiligst einberufene außerordentliche Gemeinderatssitzung“, in der über Mehrzweckhalle und Kunsthaus abgestimmt werden soll. Für diese Abstimmung genau an diesem Tag bestehe keine Notwendigkeit, so der Vorstand der Lungauer Kulturvereinigung.

Man ersucht die Gemeinde, mit der Abstimmung „noch einige Wochen zuzuwarten“. Robert Wimmer von der Lungauer Kulturvereinigung ist der Meinung, dass die Belastung von jährlich 300.000 Euro „durch verschiedene Maßnahmen erheblich reduziert werden“ könne. Die Betriebskosten „durchleuchten ohne Tabus“ – das steht auf einem Merkblatt der Lungauer Kulturvereinigung. Man wolle „in bewährter Weise“ alle Optionen nochmal mit der Gemeinde durchbesprechen.

„Wird morgen (gegen das Projekt)  abgestimmt,  so werden die hohen Förderungen des Landes unwiederbringlich weg sein“, warnt Robert Wimmer. (LKV/dpk)

19. Oktober 2011 - Drehpunkt - Die Salzburger Kulturzeitung im Internet

Gewogen und zu schwer befunden TAMSWEG / KUBUS 1024

Ein klarer Fall, dass die Kultur der lokalen Politik vor Ort im Prinzip wurscht ist. Jedenfalls der ÖVP-Ortsgruppe, die die Mehrheit. Die lokalen SPÖ-Politiker täten schon gerne den „Kubus 1024“ gebaut wissen, aber es haben die anderen das Sagen.

Von Reinhard Kriechbaum

tl_files/Bilder/DrehpunktKultur.jpgDer Bürgermeister von Tamsweg hat nachgerechnet und ist zur Einschätzung gekommen, dass zu wenig Geld da sei für das längst überfällige Kulturhaus „Kubus 1024“. Um die Kirche beziehungsweise dem Baukomplex Kubus mitsamt Turnhalle im Dorf zu lassen: Das Kulturhaus wäre nur ein Teil - und zwar kostenmäßig der viel geringere - gewesen. 8,3 Millionen hätte das Gesamte gekostet, 2,5 Millionen wären auf den Kulturhaus-Anteil entfallen. "Das wird oft falsch transportiert", klagt Robert Wimmer von der Lungauer Kulturvereinigung, die jetzt plötzlich wieder ohne konkrete Aussicht auf das so dringlich erwartete Kulturhaus dasteht. Die Sporthalle nämlich werde sehr wohl gebaut.

Letztlich ist das Los gegen die Kultur eine politische Entscheidung. Als „ausgesprochen enttäuschend und unverständlich“ bezeichnet Kulturreferent LHStv. David Brenner die Angelegenheit. Gerade als Finanzreferent habe er Verständnis für Sparsamkeit und einen verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeld. „Aber diese Absage ist ein herber Rückschlag für die Kultur in den Landgemeinden und bedeutet insbesondere für den Lungau, dass er auch weiterhin der einzige Bezirk ohne eigenes Kulturzentrum bleibt.“ Darüber hinaus hätte diese Investition gerade in einer wirtschaftlich schwierigeren Phase auch "den Erhalt und die Sicherung zahlreicher Arbeitsplätze in der Region bedeutet“, so David Brenner weiter.

Seit fast drei Jahren zieht sich nun die – politische – Entscheidung um den Bau von Mehrzweckhalle und Kulturzentrum im Lungau hin. Im August hat es – nachdem David Brenner, Wilfried Haslauer und der Tamsweger Bürgermeister Alois Lankmayr Finanzierungsverträge für Bau und Betrieb des „Kubus 1024“ unterzeichnet hatten – im Grunde gut ausgesehen. Es hieß damals, sobald alle Baugenehmigungen unter Dach und Fach seien, werde zu bauen begonnen.

Gerade in finanzieller Hinsicht sei Tamsweg bei diesem Projekt besonders unterstützt und bevorzugt behandelt worden, erinnerte Brenner. "Die Gesamtkosten für die Errichtung der Großsporthalle und des Kulturzentrums lägen bei rund 8,3 Millionen Euro. Allein der Investitionskostenzuschuss des Landes für das Kulturzentrum wäre bei rund 80 Prozent gelegen, also wesentlich höher als bei vergleichbaren Projekten. Darüber hinaus war eine Sportstättenförderung in Höhe von 900.000 Euro für die Errichtung der Großsporthalle vorgesehen. Insgesamt hätte sich das Land mit mehr als 5,1 Millionen Euro an diesem zukunftsträchtigen Projekt beteiligt."

Nun also eine leicht abgespeckte Mehrzweckhalle und kein "Kubus". Ein bisserl Geld gespart, aber vielleicht am falschen Platz. Für 2,5 Millionen Euro könnte man schon etwas bauen, was uns gut tut, so Robert Wimmer.

19. Oktober 2011 - Presseaussendung LHStv. David Brenner

Schwerer Rückschlag für Kunst und Kultur jenseits der Ballungszentren

Kulturreferent LHStv. David Brenner: „Rückzug der Gemeinde Tamsweg vom Projekt Kubus 1024 unverständlich“

Als „ausgesprochen enttäuschend und unverständlich“ bezeichnet Kulturreferent LHStv. David Brenner die jetzt erfolgte Entscheidung der Gemeindevorstehung von Tamsweg, den Bau des „Kubus 1024“ abzusagen. Selbstverständlich habe er gerade als Finanzreferent auch vollstes Verständnis für Sparsamkeit und einen verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeld. „Aber diese Absage ist ein herber Rückschlag für die Kultur in den Landgemeinden und bedeutet insbesondere für den Lungau, dass er auch weiterhin der einzige Bezirk ohne eigenes Kulturzentrum bleibe. Darüber hinaus hätte diese Investition gerade in einer wirtschaftlich schwierigeren Phase auch den Erhalt und die Sicherung zahlreicher Arbeitsplätze in der Region bedeutet“, so David Brenner weiter.

Seit fast drei Jahren habe man immer wieder intensiv verhandelt über den Bau von Mehrzweckhalle und Kulturzentrum im Lungau. „Und noch Anfang August haben ich und mein Regierungskollege LHStv. Wilfried Haslauer gemeinsam mit dem Tamsweger Bürgermeister Alois Lankmayr die entsprechenden Finanzierungsverträge für Bau und Betrieb des Kubus 1024 unterzeichnet. Diese radikale Kehrtwende gerade jetzt verwundert mich daher sehr“, so Brenner.

Gerade in finanzieller Hinsicht sei Tamsweg bei diesem Projekt besonders unterstützt und bevorzugt behandelt worden, erinnerte Brenner.  "Die Gesamtkosten für die Errichtung der Großsporthalle und des Kulturzentrums lägen bei rund 8,3 Millionen Euro. Allein der Investitionskostenzuschuss des Landes für das Kulturzentrum wäre bei rund 80 Prozent gelegen, also wesentlich höher als bei vergleichbaren Projekten. Darüber hinaus war eine Sportstättenförderung in Höhe von 900.000 Euro für die Errichtung der Großsporthalle vorgesehen. Insgesamt hätte sich das Land mit mehr als 5,1 Millionen Euro an diesem zukunftsträchtigen Projekt beteiligt“, so Brenner abschließend.

19. Oktober 2011 - Finanzlage macht Realisierung von Mehrzweckhalle und Kulturzentrum derzeit nicht möglich

Gemeinde darf sich nicht sämtlichen finanziellen Handlungsspielraum für die Zukunft nehmen – Pflichtaufgaben sind zu erfüllen „Alle Fraktionen haben gemeinsam zwei Jah

„Alle Fraktionen haben gemeinsam zwei Jahre intensiv dieses Projekt betrieben. So unbestritten sinnvoll und positiv das Projekt eines neuen Sport- und Kulturzentrums (Kubus) für den ganzen Bezirk wäre, so müssen wir dennoch auf Grund der verschärften Finanzlage zur Kenntnis nehmen, dass Kubus und Mehrzweckhalle derzeit für die Marktgemeinde Tamsweg finanziell nicht realisierbar sind. Es kommen auf die Gemeinde unaufschiebbare Maßnahmen im Bereich der Pflichtaufgaben zu. Wir dürfen nicht riskieren, dass alle anderen Aufgaben wegen dieses Sonderprojektes gefährdet sind. Wir schenken der Bevölkerung reinen Wein ein und sagen: Die Realisierung des Kubus und der Mehrzweckhalle geht zur Zeit leider aus finanziellen Gründen nicht. In Verantwortung für Tamsweg und seine Bürgerinnen und Bürger dürfen wir uns mit diesem Millionenprojekt nicht den Handlungsspielraum für die Zukunft nehmen.“, so Bürgermeister Ing. Alois Lankmayer.

Seit Beginn der Planungen zur Errichtung eines neuen Kultur- und Mehrzweckhauses haben sich die Rahmenbedingungen leider verschlechtert. Die Einnahmen stagnieren in Folge der Wirtschafts- und Finanzkrise, die Ausgaben im Pflichtbereich steigen weiter. Rückläufige Schülerzahlen bedingen bauliche Maßnahmen durch Schulzusammenlegungen, im Bereich der Wasserversorgung sind Maßnahmen erforderlich, die Parkgarage wird weiter von der Gemeinde zu führen sein, auch im Straßenbereich sind Maßnahmen zu setzen. Diese und weitere kommunale Grundaufgaben einer Gemeinde müssen jedenfalls Vorrang vor einem neuen Kultur- und Sportzentrum haben. In der Gemeindevorstehungssitzung  am Montag wurde über die Situation beraten und festgestellt, dass mit dem Kubus kein ausgeglichener mittelfristiger Finanzplan erreicht werden kann. Die große Lösung des Kubus 1024 ist daher derzeit nicht zu realisieren.


aktueller Stand - Gesamtplanung

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Oktober 2011 - Worst Case - Reaktion LKV
September 2011 - KUBUS vor dem aus?
Juni 2011 - Anfrage an die Gemeinde
26. April 2011 - Dem Kubus laufen lernen
März 2010 - Forderungen an den Bau
Juli 2009 - KUBUS wird gebaut
März 2009 - Platz fehlt
September 2008 - Konzept KUBUS
Februar 2008 - Unterstützung Kunsthaus